«Ich kann nicht abschalten»: Wenn der Körper im Aktivmodus bleibt

Der Tag ist vorbei.
Eigentlich gibt es nichts Dringendes mehr zu tun.
Und trotzdem fällt es schwer, sich wirklich hinzusetzen und zur Ruhe zu kommen.
Da ist noch eine Nachricht, die beantwortet werden könnte, etwas, das noch aufgeräumt werden sollte, oder ein Gedanke an morgen. Und selbst wenn man endlich sitzt, läuft der Kopf weiter.
Viele Menschen kennen dieses Gefühl: körperlich oder gedanklich ständig in Bewegung zu sein, als müsste immer noch etwas erledigt werden.
Wenn Erholung nicht von selbst kommt
Sich auszuruhen klingt eigentlich einfach.
Doch wenn man gewohnt ist, ständig zu funktionieren und aktiv zu sein, kann langsamer werden erstaunlich schwierig sein.
Man wird unruhig, hat ein schlechtes Gewissen, wenn man nichts tut, oder das Gefühl, seine Zeit nicht sinnvoll zu nutzen.
Der Körper bleibt angespannt, der Kopf organisiert, plant oder analysiert weiter.
Auch wenn im Aussen eigentlich alles ruhig ist, läuft innerlich vieles weiter, als müsste man jederzeit reagieren.
Immer noch «im Tun»
Dieses Muster kann sich ganz allmählich entwickeln.
Zwischen Arbeit, Familie, Verantwortung und Alltag lernt man, zu organisieren, zu entscheiden und weiterzumachen.
Aktiv zu sein ist dabei nicht das Problem.
Schwierig wird es eher dann, wenn man nicht mehr selbst entscheiden kann, wann Schluss ist.
Dann erfüllen selbst Ruhezeiten ihre eigentliche Funktion nicht mehr vollständig. Man sitzt zwar auf dem Sofa, beantwortet aber nebenbei Nachrichten. Man fährt übers Wochenende weg, hat gedanklich aber weiterhin eine lange To-do-Liste dabei.
Der Körper ist langsamer geworden, der Rest aber noch nicht unbedingt.
Wieder die Wahl haben, den Kopf auf «off» zu stellen
In der Kinesiologie kann man anschauen, was dieses ständige Aktivsein aufrechterhält: angesammelter Stress, innerer Druck, Kontrollbedürfnis, Gewohnheiten oder Situationen, in denen der Körper gelernt hat, dauerhaft aufmerksam und bereit bleiben zu müssen.
Das Ziel ist nicht, weniger aktiv oder weniger organisiert zu werden.
Es geht vielmehr darum, wieder mehr Flexibilität zu finden: dann voll im Tun zu sein, wenn es nötig ist, und gleichzeitig auch die Wahl zu haben, den Kopf auf «off» zu stellen, wenn Erholung dran ist.
Denn manchmal beginnt echte Erholung nicht in dem Moment, in dem man aufhört etwas zu tun.
Sondern dann, wenn man innerlich nicht mehr das Gefühl hat, ständig bereit sein zu müssen.
📍Praxis in Siders
Kinder, Jugendliche und Erwachsene
KINESIOLOGIE Sarah Favre – Siders





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